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Bautrends 2023: Welche Technologien und Themen bestimmen die Zukunft der Baubranche?

Ein Mann auf einer Baustelle im Haus

14.12.2022

Das Wichtigste in Kürze:

  • 2023 wird für die Baubranche ein Jahr der Veränderungen. Was es braucht, sind Lösungen, um effizienter, günstiger und nachhaltiger zu bauen.
  • Beton-3D-Druck, modulares Bauen und benutzerfreundliche Software für die digitale Zusammenarbeit: das sind drei von zehn großen Themen für die Entwicklung des Baugewerbes.
  • Unser neuer Report "Bautrends 2023" gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Baubranche und steht ab sofort zum kostenlosen Download bereit.

Erhalten Sie jetzt den exklusiven Bautrendreport 2023!

Ein neues Geschäftsjahr steht bevor. Viele Unternehmer blicken den kommenden Monaten mit gemischten Gefühlen entgegen. Insbesondere für die Baubranche wird 2023 ein Jahr der Veränderungen, Innovationen und neuen Arbeitsprozesse. Was es mittel- und langfristig braucht, sind Lösungen, um günstiger, effizienter und nachhaltiger zu bauen. Doch wie kann das gelingen? Unser neuer Report "Bautrends 2023" gibt einen Ausblick und wegweisende Antworten.

Erst Fachkräftemangel und Materialknappheit, jetzt Energiekrise, massive Preissteigerungen und Zinserhöhungen: die Baubranche kämpft derzeit mit vielen Herausforderungen. Wie können Baufirmen trotz der Krisen weiterhin erfolgreich wirtschaften? Welche Technologien und Themen bestimmen die Zukunft der Baubranche?

Auf Grundlage einer Studie aus dem Sommer 2022 haben wir die top Trends ermittelt und geben mit den "Bautrends 2023" einen Ausblick. Jeder Trend konkretisiert allgemeine Entwicklungen mit Beispielen und Stimmen aus der Praxis. Die wichtigsten Eckpunkte fassen wir hier vorab für Sie zusammen.

Den vollständigen Report mit exklusiven Interviews und Experten-Prognosen können Sie hier kostenlos als eBook herunterladen.

Zukunft der Baubranche: Prognose für die Bauwirtschaft 2023

Gestiegene Energie-, Material- und Baupreise sowie das anziehende Zinsniveau haben die Rahmenbedingungen für Bauprojekte in den letzten Monaten erheblich verschlechtert. 17 Prozent der Wohnungsbauunternehmen waren laut ifo-Institut im September 2022 von Stornierungen betroffen. Wird die rückläufige Nachfrage auch 2023 ein Hauptproblem der Baubranche sein? Was muss passieren, damit sich die Auftragslage wieder verbessert?

Um zu erfahren, wie es 2023 weitergehen könnte, haben wir mit Felix Leiss vom ifo-Institut und Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie gesprochen. Im Interview geben die beiden Experten eine fundierte Einschätzung zur künftigen Entwicklung. Ihrer Prognose zur Bauwirtschaft 2023 folgen unsere zehn Trends:

  1. Nachhaltiges Bauen
  2. Effizientere Arbeitsprozesse
  3. Modulares Bauen
  4. Vorfertigung
  5. Beton-3D-Druck
  6. E-Mobilität
  7. Bauwerksbegrünung
  8. 7D-BIM
  9. Lean Construction
  10. Employer Branding

1. Nachhaltiges Bauen: Schritt für Schritt zur Kreislaufwirtschaft

Nicht nur aus Gründen der Nachhaltigkeit wird 2023 den Blick auf die Kreislaufwirtschaft schärfen. Rohstoffknappheit und anhaltende Lieferengpässe haben bereits viele Baufirmen für die Notwendigkeit sensibilisiert, ressourcenschonender und mit vorhandenen Materialien zu arbeiten. Wo es möglich ist, greifen sie auf regionale, leichter verfügbare Alternativen zurück. In den kommenden Monaten dürften Sekundär- und Recycling-Baustoffe aus der Inlandsproduktion eine noch stärkere Rolle spielen.

Damit Kreislaufwirtschaft im Gebäudesektor möglich wird, braucht es jedoch Transparenz über verbaute Materialien und Komponenten. Bereits im November 2021 hat die Bundesregierung einen digitalen Gebäuderessourcen-Pass angekündigt, der alle Daten zur Klimawirkung und Kreislauffähigkeit eines Bauwerks festhält. Ab 2030 sollen laut EU nur noch klimaneutrale Neubauten genehmigt werden. Die Berechnung und der Nachweis der CO2-Bilanz von Bauprojekten werden bei der künftigen Auftragsvergabe stärker Berücksichtigung finden. 

Dabei rücken Haupt-CO2-Treiber der Baubranche in den Fokus, insbesondere die Herstellung mineralischer Produkte wie Zement und Beton. Welche nachhaltigen Alternativen und Baumaterialien der Zukunft denkbar sind, zeigen konkrete Beispiele in unserem Trendreport.

2. Effiziente Arbeitsprozesse: Zeit und Geld sparen mit kluger Technik

In Anbetracht der Preissteigerungen suchen Baufirmen mehr denn je nach Einsparpotenzialen und Möglichkeiten, insgesamt effizienter zu arbeiten. Kontrollierbare Kostentreiber finden Sie vor allem bei internen Abläufen auf der Baustelle und im Büro. Hier können innovative Technologien und die Digitalisierung in vielerlei Hinsicht zur Arbeitserleichterung beitragen. 

Ob für die Bauplanung, das Mängel- und Personalmanagement oder die Baustellendokumentation: Das Angebot an Tools, die den Baustellenalltag vereinfachen sollen, wächst stetig. Insbesondere Software für die digitale Kommunikation und Zusammenarbeit wird für das Bauen von morgen unverzichtbar. Doch um Abläufe wirklich effizienter zu gestalten, müssen die Tools einfach implementierbar und nutzerfreundlich sein. Florian Biller, Gründer und Geschäftsführer von Capmo, gibt im Trendreport wertvolle Tipps, worauf es bei der Wahl der passenden Lösung ankommt.

Capmos Einsatzmöglichkeiten

3. Modulares Bauen: Räume fahren auf dem Tieflader zur Baustelle

Es beschleunigt Prozesse, macht Abläufe besser planbar und unabhängig vom Wetterbericht: Mit diesen Vorteilen wird modulares Bauen im kommenden Jahr noch stärker in die Baupraxis einfließen. Die Veranstalter der BAU2023 widmen dem Thema auf der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme sogar eine eigene Sonderschau. 

Welche Chancen und neuen Möglichkeiten bringt dieser Bautrend 2023 mit sich? Einblicke gibt unser Trendreport mit Beispielen aus der Praxis und einem Interview mit Matthias Strauss, Projektleiter der BAU2023.

Hier erhalten Sie den Trendreport 2023 als zum kostenlosen Download!

4. Vorfertigung: Bauen wie mit Lego, nur in groß

Verbunden mit dem Trend zum modularen Bauen gewinnt auch die Vorfertigung an Bedeutung. Vom Boden bis zur Decke können nahezu alle Gebäudeelemente in einer Fabrik vorgefertigt werden. Auf der Baustelle sind dann nur noch die letzten Arbeitsschritte zu erledigen, zum Beispiel das Gießen des Estrichs, das Verlegen von Kabeln oder die Installation der Heizung. Die industrielle Vorfertigung ist ein Weg, um zusätzliche Kapazitäten am Markt zu schaffen und unter Berücksichtigung aller Qualitätsstandards schneller Wohnungen zu bauen. Noch dazu sind vorgefertigte Modulbau-Lösungen in der Regel wirtschaftlicher als herkömmliche Bauweisen.

5. Beton-3D-Druck: Schicht für Schicht zum Neubau

Auf der einen Seite steht der anhaltende Fachkräftemangel, auf der anderen der rapide steigende Bedarf an Wohnraum: Diese Rahmenbedingungen steigern die Erwartungen an die 3D-Druck-Technologie, die bereits im November 2022 auf der BIM-World als Zukunftsthema für das Baujahr 2023 diskutiert wurde. Dabei geht es insbesondere um kompakte Fertigbauteile aus Beton, die im 3D-Druck-Verfahren deutlich kostengünstiger und ressourcenschonend hergestellt werden können. 

Hinzu kommt die Entwicklung von alternativen Druckmaterialien, die zu einer besseren CO2-Bilanz beitragen und somit ebenfalls beim Thema Nachhaltigkeit punkten. Doch wohin geht die Reise für den 3D-Beton-Druck 2023? Dazu gibt Alexander Bettenmann, Business Development Manager bei der PERI 3D Construction GmbH, eine Einschätzung.

6. Elektromobilität: Nachhaltiger Antrieb auf der Baustelle

Unsicherheiten zur Verfügbarkeit von Öl und Gas wirken sich auch auf den Fuhr- und Maschinenpark von Baufirmen aus. Eine logische Konsequenz ist, Kräne, Bagger, Trucks und andere Fahrzeuge nach und nach auf Elektromobilität umzurüsten und durch Alternativen mit erneuerbaren Antriebsstoffen zu ersetzen. Bereits auf der Bauma 2022 hat zum Beispiel Mercedes Benz Trucks den Prototypen eines elektrisch angetriebenen Betonfahrmischers vorgestellt. 

Tadano präsentierte hingegen einen Raupen-Teleskop-Kran mit Elektromotor. Unser Trendreport verdeutlicht aber auch: Um Baumaschinenflotten ganzheitlich ökologischer zu machen, braucht es neben E-Innovationen weitere Technologien wie Hybrid-Lösungen und Wasserstofffahrzeuge mit Brennstoffzelle.

7. Bauwerksbegrünung: Pflanzen vom Dach bis zur Fassade

Hitzewellen, Dürren, Starkregen und Luftverschmutzung machen Städten weltweit zu schaffen. Der aktuelle UN-Klimabericht greift nicht ohne Grund erstmals in einem eigenen Kapitel die Frage auf: Wie kann die Erhitzung der internationalen Millionenmetropolen gestoppt werden? Eine Lösung ist die Begrünung von Gebäuden, wobei neben dem Dach nun auch die Bepflanzung von Fassaden in den Fokus rückt. Welche Besonderheiten bringen begrünte Gebäude für die Planung und Bauausführung mit sich? Auf diese und weitere Fragen gibt Lara Mohr vom Bundesverband GebäudeGrün Antworten.

Unser Trendreport stellt außerdem ein imposantes Beispiel für die Bauwerksbegrünung vor: Der ehemalige Flakbunker auf St. Pauli verwandelt sich derzeit in eine grüne Oase und soll nach der Fertigstellung neue, fundierte Erkenntnisse über die Effekte der Gebäudebegrünung hervorbringen.

8. BIM 7D: Gebäude-Wartung als siebte Dimension

Die Arbeit mit BIM (Building Information Modeling) ist nicht nur ein Trend, sondern zentraler Bestandteil zur Digitalisierung der Baustelle. Dank BIM können Gebäude mit allen Planungs- und Baudaten in 3D modelliert werden. So tragen BIM-Modelle ebenfalls dazu bei, sowohl Arbeitsstunden als auch Personalkosten zu senken und besser einschätzen zu können, wie sich Planänderungen auf die Projektentwicklung auswirken. All das sind wichtige Punkte für das Jahr 2023, das bereits mit hohen Baukosten und vielen Unsicherheiten startet.

Mit BIM7D erreicht die dreidimensionale Bauwerksdatenmodellierung eine nächste Stufe: Während das Modell mit 4D, 5D und 6D die Dimensionen Zeit, Kosten sowie physikalische und thermische Kennwerte abbildet, können mit BIM7D Bauteile zusätzlich mit Betriebs- und Herstellerinformationen verknüpft werden. So unterstützt das Modell künftig auch bei der Wartung von Gebäudeteilen.

9. Lean Construction: Methoden zur Optimierung aller Prozesse

Ein einheitliches Datenmodell ist für Bauprojekte im Jahr 2023 eine unverzichtbare Grundlage, aber erst der Anfang. Wer weniger Zeit und Ressourcen verschwenden will, optimiert seine Prozesse mit den Methoden des Lean Construction Managements. Diese unterstützen in jedem Schritt bei der effizienteren Baustellenplanung und -organisation. 

Welche Positionen im Unternehmen für das Lean Construction einbezogen werden sollten und für welche Firmen die Methode sinnvoll ist, fasst Thomas Bär, Geschäftsführer GLCI, in unserem Trendreport zusammen. Der Experte gibt außerdem Tipps, wie Sie die Lean Prinzipien in der Praxis umsetzen können.

Melden Sie sich hier r an und erhalten Sie Zugang zum Interview mit Thomas Bär und den gesamten Trendreport 2023!

10. Employer Branding: Strategien gegen den Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel ist und bleibt eines der großen Probleme der Baubranche und verstärkt die Bedeutung eines klugen, vorausschauenden Employer Brandings. Baufirmen sind mehr denn je gefordert, sich als Arbeitgeber positiv von Wettbewerbern abzuheben – einerseits um top-qualifizierte Nachwuchstalente für sich zu gewinnen, andererseits um erfahrene Fachkräfte im Unternehmen zu halten. Dabei entscheidend ist nicht nur ein sicheres Arbeitsumfeld und eine faire Bezahlung. Auch flexible, moderne Arbeitsmodelle, etwa das ortsunabhängige Arbeiten mit digitalen Tools, werden eine wichtigere Rolle spielen.

Noch mehr Insights & exklusive Experten-Interviews mit Vertretern der Branche erhalten Sie im Capmo Bautrendreport 2023! 

Ob modulares Bauen mit Beton-3D-Druck, BIM 7D oder Bauwerksbegrünung: Die Trends, die sich derzeit in der Branche abzeichnen, werden Prozesse auf und abseits der Baustelle nachhaltig verändern und optimieren. Wir bei Capmo möchten unseren kleinen Beitrag dazu leisten – mit einer einfach anwendbaren Software, die Ihre Bauausführung in vielen einzelnen Schritten digitaler und somit effizienter macht.

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