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Teamwork am Bau: 3 einfache Wege Ihr Team in der Krise zu stärken

Baustellen-Mitarbeiter zeigt auf etwas außerhalb des Bildes

11.11.2022

Fragt man Generalunternehmer und spezifisch Geschäftsführer nach ihren größten Problemen auf dem Bau, kommt ein Faktor immer wieder auf: Besprechungen, Meetings und die zeitfressende Koordination in der Zusammenarbeit mit Gewerken, Subunternehmen und Partnern.

Das geht aber auch anders. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei vor allem in der Zusammenarbeit zwischen den Teams und innerhalb der Teams - denn “Teamwork Makes the Dream Work”. 

Was bedeutet (gutes) Teamwork? 

Teamwork bedeutet einfach gesagt, dass mehrere Personen gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten, um ein definiertes Ziel zu erreichen. Dabei bringt jede Person unterschiedliche Talente und Stärken mit und die Mischung genauer dieser unterschiedlichen Skills führt dazu, dass die Gruppe gemeinsam erfolgreicher ist. Unterm Strich verstehen wir Teamwork also als Zusammenarbeit in einer Gruppe, mit dem Ziel, gemeinsam mehr zu erreichen als alleine. 

Generell ist für Geschäftsführer am Bau Teamwork auf zwei Ebenen zu betrachten. Einerseits innerhalb ihres internen Teams, aber auch übergreifend für die Zusammenarbeit mit Gewerken und Partnern, mit denen Sie für temporäre Projekte Teams bilden. 

Warum ist Teamwork für Sie am Bau wichtig?

Es gibt drei zentrale Faktoren, warum Teamwork für Sie relevant ist. Erstens stärkt gutes Teamwork die Mitarbeiterbindung. Die funktionierende Zusammenarbeit im Team führt zu weniger Reibungen und Streitereien und im Umkehrschluss zu einem besseren Arbeitsumfeld. Und damit meinen wir nicht nur ein für die Mitarbeitenden besser funktionierendes Arbeitsumfeld, sondern auch ein monetär erfolgreicheres Arbeitsumfeld. Ein Beispiel: Wenn Mitarbeitende sich nicht täglich mit Ihren Kollegen darüber streiten müssen, wer welche Aufgaben übernimmt, gehen sie lieber zur Arbeit und es fallen zum Beispiel weniger Krankheitstage an.

Besonders für die jüngeren Generationen ist Teamwork wichtig. 88% der Millennials sagen so beispielsweise , dass Ihnen Teamwork im Job wichtig ist und sie die gemeinschaftliche Zusammenarbeit dem Konkurrenzkampf vorziehen.

📚 Lesetipp: Alles zum Thema Mitarbeiterbindung können Sie auch hier im Beitrag Mitarbeiterbindung nachlesen. 

Kommen wir aber zum zweiten und dritten Punkt: Teamwork kann die Produktivität und Innovation um 15% erhöhen und die Kommunikation um bis zu 50% verbessern. Eigentlich ganz logisch: Wer Spaß bei der Arbeit hat und seine Kollegen gut leiden kann, tauscht sich mehr aus. Dadurch entsteht ein besserer Informationsfluss, Sie vermeiden unnötige Abstimmungsschleifen und senken Kosten durch weniger Meetings und Telefonate, die unnötig Zeit fressen. Rund um: Mehr Teamwork führt zu optimierten Workflows am Bau. 

Aber was macht ein gutes Team aus?

Zusammengefasst entsteht ein gutes Team durch Kommunikation, Kollaboration und positives Verhalten. 

#1 Kommunikation

Ob ein Team gut miteinander arbeitet, ist oft schon an der Körpersprache zu erkennen, also an der unbewussten Kommunikation. Sind die Personen einander zugewandt, wenn sie sprechen, haben alle einen ausgeglichenen Redeanteil? Hier finden sich bereits kleine Hinweise darauf, ob die Kommunikation im Team einwandfrei funktioniert.

Aber auch an der offensichtlichen Kommunikation kann viel gedreht werden. Wichtig ist hier zum Beispiel, dass die Teammitglieder miteinander kommunizieren und nicht über eine Person, da dies oftmals zu einem “Bottleneck” führt, also einer Verzögerung in den Abläufen. Grundlage sollte außerdem sein, dass auch in stressigen Situationen mit Respekt kommuniziert wird. 

Definition Bottleneck: Als Bottleneck, zu deutsch Flaschenhals, wird eine Schwachstelle bezeichnet, die eine hohe Auslastung aufweist und dadurch den Arbeitsalltag hemmt. Das kann ein Prozessschritt sein oder, wie hier, eine Person. 

Ganz konkret für die Baustelle empfehlen wir Ihnen vor allem die Einigung auf einen Kommunikationskanal. Gerade bei der Zusammenarbeit mit Gewerken und Partnern entsteht oftmals die Situation, dass verschiedene Parteien über verschiedene Kanäle erreichbar sind. Das führt für Sie als Geschäftsführer aber zu einem hohen Arbeitsaufwand. Fassen Sie die Kommunikation stattdessen in einem Tool oder auf einem Kanal zusammen, auf dem sich die Personen dann auch untereinander austauschen können. 

#2 Kollaboration

Die Grundlage erfolgreicher Kollaboration sind gemeinsame Ziele. Es braucht gemeinsame Ziele, die schriftlich formuliert sind und mit den Unternehmenszielen einhergehen. 

📚 Lesetipp: Mehr zur Mitarbeiterführung im Baugewerbe finden Sie hier.

Sind diese Ziele erstmal definiert, sollte allen im Team klar sein, was gemeinsam zu erreichen ist. Der nächste Punkt ist dann das Verantwortungsgefühl. Auf Basis der Ziele sollte jede Person wissen, was ihre Aufgaben sind und diese selbständig übernehmen und bearbeiten. Hier kommen die verschiedenen Skills der Teammitglieder ins Spiel, die Ihre Kenntnisse einbringen und damit zur Zielerreichung beitragen. Die Übernahme von Verantwortung und das selbstorganisierte Arbeiten der einzelnen Parteien verhindert Bottlenecks und führt dazu, dass Aufgaben schneller erledigt werden. 

Entscheidend dafür ist aber auch die Motivation der einzelnen Teammitglieder. Idealerweise setzen sich immer alle voll für das Team ein und sind auch in schwierigen Situationen mit Begeisterung und Durchhaltevermögen dabei. Die Arbeitsmotivation kann dabei durch eine positive Mitarbeiterbindung und Employee Experience beeinflusst werden. Ist die Motivation der Teammitglieder gemeinsam ein Ziel zu erreichen hoch, und haben sie die richtigen Kommunikationskanäle an der Hand, ist ein guter Grundstein für die erfolgreiche Zusammenarbeit gelegt.

#3 Verhalten

Abseits der Kommunikation und Kollaboration kann ein gutes Team auch an dem Verhalten der einzelnen Teammitglieder identifiziert werden. Die Motivation haben wir bereits angesprochen, aber auch Ehrlichkeit, Mitgefühl und Vertrauen spielen eine Rolle.

In einem guten Team wird: 

  • Ehrlich die Meinung gesagt, aber immer respektvoll
  • Zu Fehlern gestanden
  • Versucht den Standpunkt anderer zu verstehen
  • Sich an Versprechen gehalten
  • Vertrauliches nicht weitererzählt
  • Nicht hinter dem Rücken über andere Teammitglieder gesprochen

Wenn wir ehrlich sind, hat ein gutes Team viel Ähnlichkeit mit einer Freundschaft, denn grundsätzlich geht es um den respektvollen Umgang, die gegenseitige Unterstützung und den Spaß. 

Wie können Sie als Geschäftsführer Ihr Team stärken?

Mit gutem Beispiel voran

Management und Führungskräfte müssen das positive Verhalten und die gewünschte Kommunikation vorleben. Wenn schon im Management Machtkämpfe und ein hierarchischer Umgangston die Norm sind, wird sich dieses Verhalten auch im Team widerspiegeln. Gehen Sie stattdessen mit gutem Beispiel voran. 

Dazu gehört auch, mit Fehlern und Feedback umgehen zu können. Geben Sie den Mitarbeitenden so die Möglichkeit, Feedback einzureichen oder sich direkt an Sie zu wenden und etablieren Sie eine positive Fehlerkultur

Stellen Sie die Kommunikation in den Mittelpunkt

Stellen Sie sicher, dass die Mitarbeitenden die Möglichkeit haben, ihre Meinung zu sagen, aber auch sich untereinander auszutauschen. Inzwischen gibt es hunderte Feedback-Systeme, die Sie verwenden können. Feedback muss aber nicht kompliziert oder technisch sein. Manchmal tut es auch einfach schon die gute alte Feedback-Box im Baucontainer oder im Büro. Genau so gibt es zahlreiche Kommunikationsdienste, die Sie für das Team verwenden können. Wichtig ist dabei nur die Einheitlichkeit. 

Etablieren Sie also Kommunikationsnormen, die zum Beispiel regeln: 

  • Welche Informationen per E-Mail und welche per Telefon mitgeteilt werden?
  • Welches Nachrichtensystem die Grundlage der Kollaboration ist?
  • Für welche Informationen Sie Projektmanagement-Tools verwenden?
  • Ob es feste Zeiträume gibt, die für die Kommunikation eingehalten werden müssen?
  • Welcher Kanal für Feedback, Ideen und Innovationen verwendet wird?

💚 Capmo Tipp: Capmo erlaubt es Ihnen die Kommunikation von Mängeln und Aufgaben mit ihren Subunternehmen direkt in der Baumanagement-Software zu regeln. Bei Interesse kommen Sie gerne auf uns zu! 

Ziele als Anfang und Ende

Unterm Strich müssen alle Mitarbeitenden, wie oben bereits geschrieben, gemeinsame, verbindliche Werte und Ziele teilen. Der erste Schritt in Richtung Team sollte daher sein, diese Ziele zu definieren und zu kommunizieren. Die Zielsetzung kann dabei einerseits für Ihr Unternehmen erfolgen, darauf basierend aber auch für die einzelnen Projekte.

Als Beispiel: Gerade Generalunternehmen arbeiten mit vielen Subunternehmen und Partnern zusammen. Diese unterscheiden sich durchaus für verschiedene Projekte und das Team muss immer wieder neu zusammengestellt werden. In diesen Fällen macht es Sinn ein Meeting mit allen Beteiligten zu halten, um die Ziele abzustecken, Verantwortlichkeiten zu klären und Kommunikationswege festzulegen. So sind alle Beteiligten auf dem gleichen Stand.

Unterm Strich kann die erfolgreiche Zusammenarbeit im Team den Erfolg Ihres Unternehmens maßgeblich beeinflussen. Nehmen Sie sich also die Zeit, sich dieses “weiche” Thema anzusehen und gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden einen Blick auf das Teamwork zu werfen. 

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