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Zusammen erfolgreich bauen – Teil 1 mit Marcus Junghans

Zusammen erfolgreich bauen – Teil 1 mit Marcus Junghans

May 20, 2021

Bauen statt streiten: Anstatt Hand in Hand zusammenzuarbeiten, hantieren immer noch zahlreiche Unternehmen gegeneinander. Aber Vorsicht! Diese Herangehensweise ist nicht nur unglaublich mühsam, sondern gefährdet auch den Projekterfolg. In unserer Interview-Reihe “Zusammen erfolgreich bauen” fragen wir deshalb Experten aus der Branche, wie es besser geht und wie Sie Ihre Kollaboration verbessern können.

Heute im Gespräch: Marcus Junghans, Händel Junghans Architekten GmbH

Händel Junghans Architekten wurde 2008 von Sebastian Händel und Marcus Junghans in München gegründet. Nach einem kontinuierlichen Wachstum beschäftigt die GmbH zurzeit 30 Mitarbeiter am Standort Widenmayerstraße 32 in München.

Zum Leistungsbild von HJA zählen alle Leistungsphasen der HOAI sowie Verfahrensbetreuung von Wettbewerben und unterstützende Leistungen bei der Durchführung von VgV-Verfahren. Auftraggeber sind sowohl öffentliche als auch private Bauherren.

Das kompetente internationale Team verfügt über einen breiten Erfahrungsschatz, der es ermöglicht, den Kern eines Projekts zusammen mit dem Bauherrn herauszuarbeiten. Von Anfang an hat sich das Architekturbüro höchstem gestalterischen Anspruch verschrieben. Kontextorientierte Architektur mit funktionalen und formal-ästhetischen Detaillösungen und zugleich konzeptionellen und formalen Akzenten sind das Ziel von HJA.

Herr Junghans: Wann sprechen Sie bei einem Bauprojekt von einer erfolgreichen Zusammenarbeit?

Marcus Junghans: Für uns ist die Zusammenarbeit erfolgreich, wenn die einzelnen Gewerke nicht nur Ihre eigene Arbeit vor Augen haben, sondern auch die Schnittstellen zu den Vor- und Nachfolgegewerken mit berücksichtigen. Es ist wichtig, die Leistung der anderen zu schätzen und in die eigenen Arbeitsprozesse mit zu integrieren. Wenn sich alle am Bau Beteiligten als Team sehen, wird sich der Projekterfolg einstellen.

Woran scheitert aus Ihrer Perspektive häufig die Zusammenarbeit bei Bauprojekten?

Marcus Junghans: Probleme treten häufig auf, wenn die Kommunikation zwischen den Beteiligten lückenhaft ist. Deswegen ist es wichtig, dass immer alle Zugriff auf den geplanten Projektablauf und die aktuellen Daten haben, besonders über Änderungen anderer Beteiligter, die möglicherweise Auswirkungen auf das eigene Gewerk darstellen können.

Wo drohen die größten Probleme oder Missverständnisse?

Marcus Junghans: Große Probleme entstehen, wenn kleine Probleme nicht rechtzeitig kommuniziert und gelöst werden. Aus vielen kleinen ungelösten Problemen entstehen häufig erst die großen Probleme, die sich schwer beseitigen lassen oder Kostensteigerungen und Terminverzögerungen hervorrufen. Neben klarer Kommunikation müssen aber auch von Anfang an die Zuständigkeiten klar geregelt sein.

Wie stellen Sie eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Partnern sicher?

Marcus Junghans: Wir legen Wert auf ein freundschaftliches Verhältnis der Mitwirkenden untereinander und fördern die Kommunikation.

Wie lösen Sie Konflikte unter den Projektbeteiligten?

Marcus Junghans: Wir als Architekten versuchen, die Kommunikation herzustellen und moderieren den Prozess.

Wie helfen Ihnen digitale Workflows mit Capmo bei der erfolgreichen Kollaboration?

Marcus Junghans: Der Einsatz von Capmo ermöglicht uns eine präzise Kommunikation mit den Gewerken. Offene Punkte oder Mängel werden gut dokumentiert und klar kommuniziert. Dies vermeidet Missverständnisse und verhindert, dass offene Punkte unentdeckt bleiben oder vergessen werden und sich später daraus Probleme entwickeln. Zudem erstellen wir mit Hilfe von Capmo ohne Zusatzaufwand ein Bautagebuch mit Fotodokumentation unserer Baustellen.

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