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Was Software im Baumanagement heute automatisiert und morgen ganz übernimmt

30.6.2026

Lesezeit:
5
min
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Capmo für Geschäftsführer

Die KONKRET 2026 war vollgepackt mit konkreten Einblicken, echten Projekterfahrungen und einem klaren Signal: Die Digitalisierung der Baubranche hat Fahrt aufgenommen. In dieser Serie greifen wir die Inhalte der Vorträge noch einmal kompakt auf. Für alle, die dabei waren und nochmal nachlesen möchten, und für alle, die es verpasst haben.

In seiner Keynote auf der KONKRET 2026 sprach Sebastian Schlecht, Geschäftsführer und CTO von Capmo, über etwas, das die meisten im Saal täglich beschäftigt: zu viel Arbeit, zu wenig Zeit, und Software, die das Problem nicht löst, sondern manchmal sogar verschlimmert. Sein Ausgangspunkt war ehrlich: Viele Softwareprodukte auf dem Markt produzieren Extraarbeit. Digitale Formulare, die genauso lange dauern wie Papier. Tools, die für eine Rolle optimiert sind, aber nicht für das Gesamtprojekt. Sebastians Antwort darauf ist klar: Capmo will Software bauen, die Ihre Arbeit erledigt – proaktiv, nicht passiv.

Unter dem Titel „Capmo Next: Was Software heute automatisiert – und morgen ganz übernimmt" zeigte er, was in den letzten sechs bis zwölf Monaten in Capmo bereits live gegangen ist, und kündigte an, was als nächstes kommt. Besonders eindrucksvoll: Was auf der KONKRET ONLINE vor sechs Monaten noch als Zukunftsvision präsentiert wurde, ist heute bereits nutzbar.

Was heute schon in Capmo möglich ist

Capmo hat sich in den vergangenen sechs Monaten in drei Bereichen intensiv weiterentwickelt – für die Bauleitung, die Planung und die Geschäftsführung.

Für die Bauleitung vor Ort steht die mobile App im Mittelpunkt. Die App lässt sich jetzt phasenspezifisch konfigurieren, damit die Bauleitung in jeder Projektphase nur das sieht, was relevant ist. Das KI-Diktiergerät ist bereits integriert: Einfach in das Telefon sprechen, Capmo organisiert das Gesprochene und füllt Formulare und Bautagesberichte automatisch aus. Und: Capmo denkt auch mit, wenn die App gar nicht offen ist – es schlägt beispielsweise automatisch vor, welche Vorgänge ins Bautagebuch gehören.

Für die Planung gibt es jetzt einen vollintegrierten Planserver direkt in Capmo. Neue Planrevisionen werden automatisch erkannt und zugeordnet, jeder Plan bekommt den richtigen Freigabestempel, ganz ohne manuelles Sortieren. Auch komplexe Prüfläufe für Großprojekte lassen sich jetzt in Capmo abbilden und standardisieren.

Für die Geschäftsführung wurde die zentrale Rollen- und Rechteverwaltung ausgebaut: wiederverwendbare Rechtekonzepte auf Firmenlevel, flexibel und kontrollierbar. Das neue Highlight sind KI-gestützte Projektberichte – Projektleitung spricht das Update einfach ein, Capmo strukturiert es automatisch und stellt es der Geschäftsleitung als übersichtlichen Feed bereit. So fließen Erkenntnisse, was in einem Projekt gut oder schlecht lief, direkt zurück in die operativen Prozesse.

Was als nächstes kommt: Das KI-Projektteam

Der zweite Teil der Keynote war ein Blick in die Zukunft: Sebastian stellte die Vision des Capmo KI-Projektteams vor: eine neue Ebene der Automatisierung, die ansetzt, wo der Arbeitstag eigentlich nie aufhört – im E-Mail-Postfach.

Die Idee: Capmo liest, versteht und verarbeitet projektbezogene E-Mails automatisch. Eine Mehrkostenanmeldung vom Nachunternehmer landet im Postfach? Capmo erkennt, worum es geht, legt die Mail am richtigen Ort ab und stößt direkt den passenden Geschäftsprozess an – zum Beispiel eine automatisierte Nachtragsprüfung. Das Gleiche gilt für Dokumente: Rechnungen, Lieferscheine, Leistungsverzeichnisse – Capmo erkennt den Dokumenttyp und setzt den richtigen Workflow in Gang.

Der entscheidende Unterschied zu generischen KI-Tools wie ChatGPT: Capmo bringt den Projektkontext mit. Die KI weiß, welches Projekt, welcher Plan, welche internen Regeln gelten und kann deshalb wirklich sinnvoll automatisieren.

„Es geht nicht mehr darum, welches KI-Modell ich nutze, sondern darum, wie ich meine Daten am besten organisiere. Wer den Projektkontext beherrscht, gewinnt."

Und während alle im Feierabend sind, arbeitet das KI-Projektteam weiter. Jeden Morgen gibt es eine Zusammenfassung: Was wurde erledigt? Was sollte nochmal geprüft werden? Annehmen oder ablehnen – die Kontrolle bleibt beim Menschen.

Als Ergänzung kündigte Sebastian noch BIM auf der Baustelle an: ein offline-fähiger BIM-Viewer direkt in der Capmo App – mit Achsenschnitten, Versionsvergleichen und Zugriff auf Bauteildaten vor Ort. Das Ziel: BIM-Kontext direkt in die operative Projektabwicklung einbinden.

5 Impulse, die Sie aus diesem Vortrag mitnehmen

  1. Software darf keine Extraarbeit produzieren. Wenn ein digitales Formular genauso lange dauert wie Papier, ist etwas grundlegend falsch. Capmo ist eine Software, die aktiv für die Nutzenden arbeitet – nicht umgekehrt.
  1. Capmo arbeitet auch, wenn Sie es nicht geöffnet haben. Das Bautagebuch befüllt sich auf Basis der Aktivitäten auf der Baustelle automatisch vor. Die Bauleitung behält die Kontrolle, muss aber nicht mehr selbst alles zusammensuchen.
  1. KI braucht Kontext – und den findet sie in Capmo. Generische KI-Tools scheitern oft, weil der Projektkontext fehlt. Capmo strukturiert und klassifiziert Daten so, dass KI-Modelle wirklich nutzbar werden – für Nachtragsprüfung, LV-Analyse, Rechnungsprüfung und mehr.
  1. E-Mails sind das nächste große Automatisierungsfeld. 50, 100 projektbezogene Mails am Tag – das ist Realität auf vielen Baustellen. Das Capmo KI-Projektteam wird sie in der Zukunft automatisch ablegen, kategorisieren und Folgeprozesse auslösen, während die Projektbeteiligten im Feierabend sind.
  1. BIM gehört auf die Baustelle. Capmo bringt BIM dahin, wo es gebraucht wird: vor Ort, offline-fähig, direkt verknüpft mit der operativen Dokumentation. Der BIM-Kontext soll zukünftig weitere Automatisierungen ermöglichen.

Sie wollen mehr?

Die KONKRET 2026 hat gezeigt, wie weit die Digitalisierung der Baubranche schon gekommen ist – und wohin sie sich entwickelt. Wer die Diskussionen und Inhalte weiterverfolgen möchte, hat am 19. November 2026 die nächste Gelegenheit.

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